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Produktbeschreibung

Wann genau dieser historische Moment war, an dem das Panikorchester zum ersten Mal aufspielte, weiß heute niemand konkret zu sagen. Steffi Stephan, einer der Mitbegründer, meinte einmal in einem Interview: »Alles begann am 13. August. Na ja, wir haben uns zumindest nachträglich auf dieses Datum verständigt. Es war auf jeden Fall im Sommer 1973.« Der 13. August 1973 ist ein Montag. Im Kino läuft James Bond, »Leben und Sterben lassen«, zwei Monate davor wird Helmut Kohl zum Vorsitzenden der CDU gewählt und in Afghanistan wird der König gestürzt. In Chile kommt es zum Putsch gegen Allende und in Washington weigert sich Richard Nixon nach der Watergate-Affäre zurückzutreten. In dieser angeblich guten alten Zeit des letzten Jahrtausends, entsteht eine Musikgruppe, die die folgenden Jahre - zumindest was den deutschen Rock anbelangt - mitbestimmte: das Panikorchester. Um bei Steffi Stephans »Na ja« anzudocken – die Antwort auf die Frage, warum das Panikorchester just so benannt wurde, ist im Laufe der Geschichte auch irgendwo verloren gegangen. Einmal heißt es, Udo Lindenberg habe es an dem legendären Satz »No Panic auf der Titanic« festgemacht, andere meinen, die Neonbeleuchtung »Panikausgang« im Kolpinghaus von Telgte, wo die Band gerade konzertierte, habe den zündenden Funken ausgelöst. Was auch immer. Einer kann Auskunft, zumindest über die erste historische Erwähnung, geben - der Panik-Maestro selbst: »Der Begriff Panikorchester stammt aus dem 1973er Song ›Boogie Woogie Mädchen‹. Da heißt es ›Das Panikorchester haute mich um und dann auch noch du, flipptest da rum. Boogie Woogie Mädchen‹.« Der grandiose Erfolg der Band im notenverarbeitenden Gewerbe der vergangenen 50 Jahre zeigt einmal mehr, welch glücklicher Zufall die Geburtsstunde des Panikorchesters begleitete. Die Ur-Besetzung an der Kanalstraße in Münster, wo eine Scheune zum Probenraum umfunktioniert wurde, sah so aus: Neben Mastermind Udo Lindenberg noch Steffi Stephan, Gottfried Böttger, Peter »Backi« Backhauen, Karl Allaut und Judith Hodosi. Udo Lindenberg fasst es einmal griffig zusammen: »Anno 1973 war der Tag, als die Panikrakete loszischte in Richtung Olymp. Und man ahnte damals schon, ihr Sternenflug sollte tausend Jahre dauern.« Nun, soviel Zeit ist zwar gegenwärtig noch nicht überschaubar, aber die vergangenen 50 Jahre haben auch schon eine ganze Menge bewirkt. Wenn der Meister selbst bei seinen Werken neben Stimme Komposition und (oder) Lyrics beisteuerte und damit den Rahmen für die tragende Kuppel des Kunstwerks schuf, der Produzent die stützenden Säulen und feinen Erker, dann war es stets das Fundament, das das Panikorchester gestaltete, und damit den Songs auf der Bühne bei den Shows und Konzerten in Arenen und Stadien virtuosen Sound und Stabilität verlieh. Udo Lindenberg: »Das Panikorchester war die erste deutsche Locker-und-easy-Show-Band mit Artisten von Rudi Ratlos über Ellie Pirelli bis Öle Pinguin, mein Freund aus Grönland/Dröhnland. Und konsequent wurde der Band jedes etwaige Steiftier- Gehabe auf der Bühne verboten.« Mehr noch: Udo Lindenberg selbst nahm damals den Mindest-Promille-Test mit Original-Polizeiröhrchen vor – Untergrenze vorgeschrieben, Ergebnis nach oben offen. »Immer das leicht breite Partyding und keinen langgesichtigen verkniffenen Deutschrock mehr.« Und: »Wir wussten immer, wir haben die stärksten Texte und die schärfsten Kompositionen alles andere ist Performance, Wir sind die neue deutsche Rock'n'Roll Raketen Band anyway, haha (und wer's nicht glaubt, soll sich mal einen Kleinen trinken? yeah so war dat).« »Außerdem konnte jederzeit auf gutes Aussehen zurückgegriffen werden, das ist ja sehr wichtig in dieser Branche (in der es heißt: das Auge hört ja mit!).« So wechselvoll die Geschichte der letzten 50 Jahre verlief, so vielfältig die Alben und Musikstücke - vom 1973er Hiterfolg »Alles klar auf der Andrea Doria«, bi

Udo Lindenberg Live (Limited Deluxe Box) 6 LPs Vinyl Box-Set Neu

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