T. miał siedemnaście lat, gdy jego ojciec, szanowany lekarz z małego miasteczka na południu Niemiec, odebrał sobie życie w 1971 roku. Nie umiera sam, towarzyszy mu młodszy kochanek. Rodzinna trauma – i publiczny skandal. Świat długo ugruntowanej rodziny się rozpada. Pozostało tylko dwoje nastoletnich dzieci, czterdziestoletnia wdowa i starsza matka, która zajmuje się grobem i zaczyna pić.
Es dauert viele Jahrzehnte, bis T. sich den Tatsachen stellt und vom Suizid seines Vaters erzählt, davon, wie es dazu kam, wie es danach weiterging - ein eindringlicher Bericht, der um existenzielle Fragen kreist: Was ist Heimat, was Familie? Was bestimmt ein Leben? Was trennt Freiheit von Verantwortungslosigkeit, welche Rolle spielt Gesellschaft in der Provinz? Mit dem persönlichen Schicksal wird wie nebenbei deutsche Mentalitätsgeschichte der letzten fünfzig Jahre sichtbar: Berührend und kraftvoll erzählt Thomas Medicus von einer Kindheit und Jugend in den 1950er- und 1960er-Jahren und der Zeit danach, von einem lebensprägenden Trauma. Ein tiefer Blick in den deutschen Seelenspiegel - und eine aufwühlende, persönliche Geschichte.
Biografie
Thomas Medicus geb. 1953 in Mittelfranken, war nach dem Studium der Germanistik, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Marburg/Lahn zunächst freier Journalist, dann Redakteur in verschiedenen Tageszeitungen. Seit September 2003 ist er Feuilleton-Korrespondent der Frankfurter Rundschau in Berlin. Seit Mitte der achtziger Jahre unternimmt er ausgedehnte Reisen in Ostmitteleuropa.
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